Heute läuft auf ZDF Info die Dokumentation Das Hotel des Todes über den Serienmörder Henry Howard Holmes.
Zu empfehlen sind die Dokumentation über Crime, Investigation and Punishment auf ZDF Info grundsätzlich: Einfach mal in der Mediathek vorbei schauen.
Sonntag, 12. Juli 2015
Dokumentation: Das Hotel des Todes
Donnerstag, 12. Februar 2015
PM-History Ausgabe Februar 2015
In der aktuellen Ausgabe der PM-History befindet sich ein Artikel zu berühmten Scharfrichter der Geschichte. Das ganze wird als "besondere Bild-Geschichte" bezeichnet, dementsprechend sind die Berichte zu den jeweiligen Henkern kurz und mit üppigen Bildern versehen.
Den Auftakt bildet Jean Rombaud, genannt das Schwert von Calais, der unter anderem Anne Boleyn zum Opfer fiel. Darauf folgen Franz Schmidt und Charles Henri Sanson, dessen Sohn Marie Antoinette enthauptete. Anschließend wird zu Giovanni Battista Bugatti berichtet, denen Josef Lang und Johann Reichert folgen und damit nicht nur das 20.Jahrhundert abdecken, sondern auch die "besondere Bild-Geschichte" beendet.
Alles ist recht kurz und oberflächlich gehalten und daher auch für schwache Gemüter geeignet.
Wie immer würde ich mich über Feedback und Kommentare freuen.
Den Auftakt bildet Jean Rombaud, genannt das Schwert von Calais, der unter anderem Anne Boleyn zum Opfer fiel. Darauf folgen Franz Schmidt und Charles Henri Sanson, dessen Sohn Marie Antoinette enthauptete. Anschließend wird zu Giovanni Battista Bugatti berichtet, denen Josef Lang und Johann Reichert folgen und damit nicht nur das 20.Jahrhundert abdecken, sondern auch die "besondere Bild-Geschichte" beendet.
Alles ist recht kurz und oberflächlich gehalten und daher auch für schwache Gemüter geeignet.
Wie immer würde ich mich über Feedback und Kommentare freuen.
Samstag, 5. Januar 2013
Sidonia von Brocke – eine adlige “Hexe“
Die pommersche Adelige wurde im Jahre 1548 geboren und fand
am 28. September 1620 den Tod. Sidonia war äußerst unbeliebt, denn ihre Neigung
zum Klatsch und der Streit mit ihrer Familie über das Erbe ihres Vaters
schädigten den Ruf der unverheirateten Adeligen.
Nachdem sie 1604 in das evangelische Jungfrauenstift Kloster
Marienfließ eingetreten war, stritt Sidonia mit den anderen Damen des Klosters,
besonders mit der Priorin. Nachdem sich Sidonia beschwert hatte, wurde eine
Untersuchung eingeleitet, an dessen Spitze ein Verwandter Sidonias stand (Jost
von Brocke). Allerdings führte diese Untersuchung zu einen Ende, dass die
Adelige sicher nicht bei ihrer Beschwerde im Sinne hatte, denn einige
Klosterfrauen bezichtigten Sidonia der Hexerei.
Aufgrund dieser Anschuldigungen wurde Sidonia am 21. November
1619 festgenommen. Das Hofgericht Stettin
untersuchte den Fall weiter und lies anschließend die Akten an den Magdeburger
Schöffenstuhl schickte. Der Schöffenstuhl beschloss, dass Sidonia unter Folter
befragt werden sollte, worauf hin sie ihre Schuld gestand. Natürlich sind
Geständnisse unter Folter äußerst fragwürdig, aber damals völlig ausreichend,
so dass sie am 1. September 1620 zu Tode verurteilt wurde.
Am 28. September desselben Jahres wurde Sidonia von Brocke mit
einen Schwert enthauptet und anschließend auf den Scheiterhaufen verbrannt.
Weiteres zu ihr:
Montag, 15. Oktober 2012
Olympe de Gouges - Tod für die Emanzipation
Marie Gouze, besser bekannt als Olympe de Gouges, wurde am 7. Mai 1748 geboren und verlor ihr Leben in den Wirren der französischen Revolution.
Die Schriftzstellerin verfasste die "Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin" und versuchte, die Rechte der Frauen, die die männlichen Revolutionäre nicht berücksichtigten. Sie forderte die Gleichberechtigung der Frau, nicht nur des dritten Standes.
Unter dem Vorwand, sie sei Royalistin, wurde Marie 1793 unter Robespierres´ Terrorherrschaft verhaftet und verweilte einige Monate in zahlreichen Gefängnissen. Angeklagt wurde sie von Antoine Fouqier-Tinville, der sie als politisch Andersdenkende vor den Revolutionstribunal anklagte.
Am 3. November desselben Jahres schritt Marie zum Schafott.
Mehr zu ihr:
Freitag, 17. August 2012
Guillotine - Royal geprüftes Fallbeil
Die Guillotine dürfte eine der bekanntesten Hinrichtungsmethothen sein. Sie wurde von dem französischen Arzt Joseph- Ignace Guillotin entwickelt, der ihr auf den Namen hab. Während der französischen Revolution beendete sie sehr viele Menschenleben.
Die Guillotine umfasst eine Art hölzener Liege und ein so zu sagen langer Rechteckiger Holzrahmen, der ca. drei Meter hoch war. Die Längsbalken des Rahmens waren mit Führungsschienen versehen, damit das zwischen ihnen hängende Fallbeil gezielt nach unten "gleiten" kann. Die nach unten zeigende Klinge ist quer gesetzt.
Die Liege, Bascule genannt, ist mit einen Mechanismus versehen, der sie in senkrechte Position gestellt werden kann, damit das Opfer der Guillotine stehend und mit den Bauch auf der Liege fest geschnallt wird. Am Ende der Bascule mit dem Rahmen befindet sich zwischen diesen noch zwei Bretter mit halbrunden Öffnungen, die zusammen gefügt ein Loch ergeben, wo der Hals des Opfers fixiert wird. Diese Bretter werden Lünetten genannt. Die obere Lünette wird aufgeklappt um den Kopf durchstecken zu können.
Vorerst muss die Bascule erst in waagerichtige Position gebracht werden um überhaupt seinen Kopf zwischen den Lünetten fixiert werden kann.
Das Fallbeil konnte nun mit einem Seil, welches sich entlang der Rahmen von der Klinge durch Rollen nach unten geführt, wo der Henker das Fallbeil durch lösen der Sperre die Guillotine betätigte. Meist stand vor ihr ein Korb, der den Kopf des Opfers auffing.
Ob die Guillotine wirklich eine so humane Hinrichtungsmethode ist, wie sie propagiert wird, bleibt zweifelhaft. Allerdings dürfte sie schneller gearbeitet haben als manch Henker mit der Axt, die nicht nur Probleme hat, den menschlichen Hals auf "Anhieb" zu durchtrennen, so waren die Henker auch nicht immer treffsicher, so dass manchmal die Schultern und der Rücken des Opfers getroffen wurde.
Markabere Anekdote: König Ludwig XVI. begutachtete die Guillotine und gab den Erfindern den Rat mit der schrägen Klinge. Schließlich wurde er Jahre später eine seiner bekanntesten Opfer.
Mehr dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Guillotine
http://www.welt.de/kultur/article3016219/Die-Guillotine-ein-Fortschritt-fuer-die-Menschheit.html
http://www.todesstrafe.de/artikel/12/Die_Guillotine,_Fallbeil,_Enthauptungsmaschine.html
http://www.physiologus.de/guillot.htm
Donnerstag, 16. August 2012
Scottish Maiden - Hinrichtung auf Schottisch
Die ca. drei Meter hohe Scottish Maiden ist als Vorläufer der bekannten Guillotine. Wie der Name - zu deutsch Schottische Jungfrau - wurde sie in Schottland verwendet, von 1564 bis 1708.
Das aus Eichenholz gebaute Konstrukt war auf drei Stützen gebetet - zwei der drei wurden von der dritten Stütze gestützt. Die eiserne Klinge mit waagerechter Unter- und Oberkante war mit Stahl ummantelt, 26cm breit und etwa 33cm lang. Auf der zwischen die Stützen gebettete Klinge lag ein Gewicht von circa 34 Kilogramm. Entlang von kupfernen Führungsschienen und mithilfe des Gewichts konnte die Klinge auf einen mit Blei ausgegossenen Holzblock rutschen.
Unter den insgesamt 150 Opfern der Scottish Maiden war unter anderem König Jakob I., der dieses Gerät selbst später zugeführt wurde.
Mehr dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Scottish_Maiden
Montag, 2. April 2012
Charles I. – ein königlicher Kopf muss rollen
Charles I. wurde am 19. November 1600 als zweiter Sohn von Jacob I. und dessen Gattin Anna von Dänemark geboren. Als sein älterer Bruder mit 18 Jahren starb, wurde er zum Thronfolger und bestieg am 27.März 1625 den Thron. Am 13. Juni desselben Jahres ehelichte er Henriette Marie de Bourbon.
Schon als Charles sein Amt antritt, herrschten Konflikte zwischen König und dem Parlament, die sich bereits zu Regierungszeit seines Vater anbahnten.
Charles empfand die Mitbestimmung durch ein Parlament als unangenehm. Zudem war seine katholische Gattin ein Dorn im Auge der puritanischen Mitglieder des Parlaments.
Durch einen Krieg mit Spanien benötigte Charles finanzielle Mittel, die nur vom Parlament erlaubt werden konnte, dass er selbst vorher aufgelöst hatte. Statt die Gelder zu genehmigen verfasste das Unterhaus 1628 die Petition of Right, die die königlichen Rechte weiter einschränkte. Um seine finanziellen Mittel zu bekommen, unterschrieb Charles das Dokument ohne jedoch die Forderungen des Parlaments je umzusetzen.
Ab 1629 verzichtete Charles auf das Parlament und regierte ohne es. Als sich jedoch 1640 in Schottland Aufruhen verbreiten, benötigte er wieder Geld. Für ein paar Tage berief er das Parlament um seine Angelegenheiten durch zu boxen. Als im November desselben Jahres bis 1660 war das Parlament erneut aktiv. Charles gab nach, nachdem einer seiner Berater hingerichtet wurde. Insbesondere zu den Rechten des Parlaments musste Charles mehr Zugeständnisse machen.
Durch Anspannungen zwischen den katholischen Iren und protestantischen Ansiedler, die meistens Engländer waren. Um den Aufstand nieder zu schlagen, brauchte Charles wieder Gelder. Das Parlament war allerdings nicht gerade erfreut und wollte daraufhin seine Macht beschneiden.
Charles reagierte darauf und wollte John Pym, ein einflussreiches Mitglied des Unterhauses, verhaften und hetzte somit die Bürger Londons gegen sich. So floh er nach Oxford, worauf der erste Bürgerkrieg ausbrach: Ein Heer des Parlaments und eine königliche Truppe bekämpften einander, doch nach ersten militärischen Erfolge versagten die königlichen Truppen.
Charles musste erneut fliehen, diesmal zur Schottischen Armee. Charles verhandelte gleichzeitig mit den Schotten und den englischen Parlament und versuchte sie mit seinen geheimen Verhandlungen beide gegeneinander auf zu wiegen.
Statt Ruhe ins Land zu bringen, hatten Charles´ Verhandlungen einen zweiten Bürgerkrieg ausgelöst. Oliver Cromwell, ein Parlamentsmitglied, versuchte zunächst mit den König zu verhandeln um eine neue Verfassungsordnung durchzusetzen. Daraufhin wurde Charles verhaftet und das Parlament wurde von Cromwell und einige Puritaner dazu genötigt, den König wegen Hochverrats anzuklagen.
Nach einem Schuldspruch bestieg Charles am 30.Januar 1649 das Schafott in London.
Zu dieser Zeit befand sich seine Familie im französischen Exil und unter Cromwell wurde England zur Republik. Nachdem Cromwell 1658 starb, dauerte es noch zwei Jahre, bis Charles´ Sohn als Charles II. den Thron Englands bestieg und die Restauration einläutete.
Mehr Infos zu Charles:
- http://www.kleio.org/de/geschichte/stammtafeln/tudors_stuarts/abb200r.html
- http://www.qhistory.de/2011/06/koepft-den-koenig-herrscher-hinrichtungen-in-der-fruehen-neuzeit/
- http://marie-antoinette.forenking.com/t839-karl_i_von_england_1600_1649.html
- http://www.schottlandfieber.de/index.php?option=com_content&view=article&id=119:charles-i&catid=63:koenige&Itemid=75
- http://www.blogigo.de/epochenkurs/Karl-I.-Charles-aus-dem-Hause-Stuart/230/
- http://www.wurzelzieher.de/Geschichte_Englands/Die_Stuart-Epoche/Karl_I_46__38_358211_59_Ringen_mit_den_P.aspx
Mehr zu den politischen Hintergründen:
Mittwoch, 23. November 2011
Jeanne d’Arc – gläubig bis in den Tod
Im Jahre 1412 kam Jeanne in Frankreich zur Welt als Tochter einer Bauernfamilie. Sie hatte ihre erste Heiligenvision angeblich mit 13 Lenzen. Weitere Visionen verschiedener Heiliger sollten dem folgen und trugen ihr auf, Frankreich von den Engländern zu befreien, welches im Rahmen des hundertjährigen Krieges stark litt.
Entschlossen verlies sie 1428 ihre Eltern um dieser Berufung nachzugehen. Mit viel Überzeugungskraft schaffte sie es, 1429 den französischen Dauphin von ihrer Mission zu überzeugen. Dafür musste sie den Klerus und andere hochrangige Personen von ihrem Vorhaben beweisen.
Mit angefertigter Rüstung schaffte es Jeanne bis Juni als Teil des Heers die Engländer aus den Burgen südlich der Loire zu vertreiben. Als Jeannes Vorsehung von der Krönung des Dauphins eintrat, erntete sie und ihre Familie reichlich Ruhm und Dankbarkeit. Leider hielt dieser Ruhm nicht lange und nach einigen Fehlschlägen der königlichen Truppen strebte der frisch gekrönte König nach Frieden mit den Engländern. Als Jeannes Versuch, Paris zu befreien, fehlschlug wurde sie 1430 von Burgunden festgenommen. Schließlich wurde sie an die Engländer verkauft.
Die blieb nicht in englischer Gefangenschaft, sondern wurde an die Inquisition überbracht. Die Inquisition beschuldigte sie unteranderem Irrlehren und Dämonenanbetung, so dass 1431 ein dreimonatiger Prozess gegen sie begann.
Trotz ihrer ungewöhnlichen Redegewandtheit wurde sie zu Tode verurteilt. Nachdem ihr der Scheiterhaufen angedroht wurde, wenn sie ihre Aussagen nicht zurück nahm, knickte sie kurz ein und gab ihre vermeintlichen Missetaten zu. Jedoch besann sie sich auf ihren Glauben und widerrief ihr Geständnis. Darauf folgte ein neuer Prozess gegen Jeanne, worauf hin sie am 30. Mai 1431 auf dem Scheiterhaufen des Marktplatzes von Rouen ihr qualvolles Ende fand.
Weiteres zu ihr:
Mittwoch, 12. Oktober 2011
Klaus Störtebeker - die enthauptete Legende
Geboren wurde Klaus wohl um 1360 und starb möglicherweise am 20.Oktober 1401.
Die Hamburger Legende war Seeräuber und Anführer der Vitalienbrüder. Die genaue Identität des Störtebekers ist nicht einwandfrei erklärbar, möglicherweise war er der Danziger Johann Störtebeker, der allerdings bis mindestens 1413 lebte. Daher ist es schwer über Störtebekers Zivilleben zu berichten.
Was man aber von den berüchtigten Hamburger Piraten weiß, dfass er am 20.Oktober 1401 mit ca. 30 Kompanen, den Tod durch Enthauptung fanden.
Die Legende um seinen Tod dürfte bekannt sein: Der amtierende Bürgermeister erlaubte, dass jeder Mann aus der Piratencrew überleben durfte, an denen Störtebeker noch nach seiner eigenen Enthauptung vorbei gehen konnte. Angeblich schaffte der enthauptete Leib Störtebekers tatsächlich so elf seiner Männer zu retten – unterbrochen durch den Henker, der dem Einhaltgebot; Ob mit Beinstellen oder indem er ihn mit den Richtblock am Weiterlaufen hinderte, ist je nach Quelle anders beschrieben.
Übrigens, trotz des Versprechens fanden alle Männer den Tod durch Hinrichtung.
Mehr zu Störtebeker und seiner Legende:
Übrigens: Bei einen Hamburg Besuch lohnt sich das Dungeons für einen kleinen Horrorspaß, auch mit dem guten Störtebeker. ;)
Charlotte Corday - Mörderin mit guter Absicht
Marie Anne Charlotte Corday d'Armont wurde am 27. Juli 1768 geboren und starb durch die Guillotine am 17. Juli 1793.
Charlotte war von adliger Geburt, allerdings war ihre Familie verarmt. 1981 besuchte sie eine Klosterschule in der einer ihrer Tanten als Nonne lebte, allerdings wurde sie 1791 in den Wirren der Französischen Revolution aufgelöst. So zog Charlotte zu einer anderen Tante und wurde dessen Gesellschafterin.
Zunächst war Charlotte eine Befürworterin der Französische Revolution, als diese allerdings immer brutaler wurde, befasste sie den Schluss Jean-Paul Marat zu töten, da sie der Ansicht war, er wäre der „Haupttäter“ . Damit wollte sie Frankreich retten.
Marats Ermordung sollte ihn zum Helden stilisieren, statt dass es die Französische Revolution aufhält. Charlotte wurde direkt nach ihrer Tat, sie erstach den badenden Marat, verhaftet ohne jeglichen Widerstand. Trotz Prozess wurde sie verurteilt und betrat vier Tage nach ihrer Tat am 17.Juli 1993 das Schafott und wurde damit zur Märtyrerin der Konterrevolution.
Mehr zur Charlotte:
Donnerstag, 21. Juli 2011
Louis-Antoine de Saint-Just – Erzengel des Todes
Louis-Antoine-Léon de Saint-Just kam am 25.August 1767 zur Welt und war Anhänger der französischen Revolution und begeistert von Robespierre. Leider ist zu ihn und seinen Leben ehr wenig bekannt.
Saint-Just studierte als Sohn eines Kavalleriehauptmanns die Schriften von Jean-Jacques Rousseau. Begeistert von den Ideen der Aufklärung verfasste er satirische Verse. Seine Gedanken zu einen sozialistischen Staates verschriftlichte er ebenfalls.
Als Anhänger Robespierres unterstützte er seine radikalen Ansichten und verhalft zahlreichen Hinrichtungen. Mit Robespierres Sturz folgte auch sein Ende. Als sein Anhänger sollte er schließlich am 28.Juli 1794 der Guillotine zum Opfer fallen.
Der Erzengel des Todes, wie er aufgrund seines Jungenhaften Aussehen und seiner Grausamkeit genannt wurde, wurde nur 27 Jahre alt.
Mehr zu ihm:
Labels:
1700-1800,
Louis-Antoine de Saint-Just
Anne Askew – Tod für den Glauben
Anne Askew war eine britische Protestantin, die im Jahre 1521 geboren wurde und am 16.Juli 1546 öffentlich verbrannt wurde.
Die kluge Anne lebte zur Zeiten Heinrichs VIII. als der Protestantismus und die Katholische Kirche abgelehnt und verfolgt wurden. Nur die neu gegründete Anglikanische Kirche war erlaubt.
Als junge Frau ehelichte sie Thomas Kyme, einen katholischen Adligen, dem sie zwei Kinder gebar. Anne blieb dennoch bei ihren Nachnamen. Vergebens versuchte Anne eine Scheidung zu bewirken, wurde letztendlich von ihren Gatten vor die Tür gesetzt.
Anne ging schließlich nach London und verbreitete weiter protestantische Ansichten und eine Bibel in englischer Sprache. Aufgrund ihres Engagements für den protestantischen Glaubens wurde Anne verhaftet, wurde aber frei gelassen.
So fuhr Anne mit ihren Schaffen fort, wurde erneut verhaftet und sollte diesmal prozessiert werden. Im Tower wurde Anne gefoltert, dennoch blieb sie bei ihren Ansichten.
Dennoch wurde Anne am 16.Juli 1546 auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Von der Folter so geschwächt wurde sie auf einen Stuhl gefesselt, da sie sich nicht mehr selbst aufrecht halten konnte. Ein mitfühlender Mensch hang Anne einen Lederbeutel mit Sprengpulver um den Hals, der bei den Flammen explodierte und ihr so die Qualen des Verbrennes ersparte.
Durch ihren Mut und Unbeirrbarkeit wurde Anne Askew zu einer protestantischen Märtyrerin.
Mehr zu ihr:
Mittwoch, 20. Juli 2011
Maximilien de Robespierre – Die Revolution frisst ihre eigenen Kinder
Robespierre dürfte als „der französische Revolutionär“ schlechthin bekannt sein. Der Rechtsanwalt wurde am 6. 5.1758 geboren und fand am 28.7.1994 sein Ende auf dem Schafott.
Der Sohn eines Advokaten war ein Jakobiner und maßgeblich an der französischen Revolution beteiligt. Durch Stipendien konnte Robespierre Jura studieren und arbeitete in seiner Heimat Arras. Er war begeistert von den Schriften von Jean-Jacques Rousseau, so dass er die Monarchie weniger zu getan. Dennoch war er lange Zeit ein Anhänger der Monarchie!
Als er nach Paris ging hatte er direkt einen Delegiertenposten des dritten Standes für die Stadt Arras inne während der Generalständeversammlung.
Robespierre wirkte in den unruhigen Jahren vor der französischen Revolution mit, jedoch radikalisierten sich seine Meinungen zu nehmend, auch wenn sie für unsere Zeit selbstverständlich sind. Er wollte Pressefreiheit, Abschaffung der adligen sowie klerikalen Privilegien, Sklaverei und Todesstrafe, Wahlrecht für Männer. Zudem stand für ihr, typisch für die Bewegung der Aufklärung, die Vernunft als Grundlage des Menschen und des funktionierenden Staates.
Jedoch verklärten seine Ideale im Sinne der Aufklärung ins Grausame. Als Mitglied des Nationalkonvents, der neuen Volksvertretung, beeinflusste er den Prozess des Königs Ludwig XVI. und seiner Gattin Marie Antoinette. Beide mussten ihren Kopf für die neue Freiheit Frankreichs als Republik lassen.
Was als gute Absichten begann wuchs sich zur Terrorherrschaft über Frankreichs junge Republik aus, in denen zahlreiche Adlige ihr Leben ließen und schließlich auch die ersten Revolutionäre selber ihren Weg auf das Schafott fanden. Diese spannende Phase der Geschichte Frankreichs ist sehr umfangreich und kann an dieser Stelle nicht ausreichend erläutert werden. Es lohnt sich aber, sie zu erforschen: republique.de/, jonas-hinz.de/ und frz. Revolution
So sollte es auch Robespierre ergehen. 1794 sollte er gestürzt werden. Robespierre konnte seine Politik nicht weiter ausbauen, der Terror bewirkte die Machterhaltung seiner Position, allerdings fielen ihn mehr persönliche Gegner zum Opfer. Die Wirtschaft erholte sich und aufgrund der stabiler gewordenen militärischen Lage wurde zunehmend die Basis von Robespierres Macht entzogen.
Das Parlament lehnte den Terror ab, so dass Robespierre und seine radikalen Anhänger verhaftet wurden. Nun erwartete ihn ein solch ungerechter Prozess wie Robespierre ihn gerne an seinen Gegnern vollführte. Aber er konnte sich befreien und versammelte sich mit den anderen befreiten Anhänger im pariser Rathaus. Dort schoss er sich Mund, wobei nicht klar ist, ob er sich töten wollte. Seinen Freunden gelang der Suizid, bei Robespierre wurde durch die Kugel „nur“ seinen Kiefer zerschmettert. Man konnte ihn jedoch ärztlich versorgen.
Am 28.Juli 1794 fand Robespierre sein Ende unter der Guillotine – wie zahlreiche seiner Opfer.
Mehr zu ihn:
Abonnieren
Posts (Atom)