Samstag, 5. Januar 2013

Sidonia von Brocke – eine adlige “Hexe“

http://file1.npage.de/009880/13/bilder/sidonia_von_bork.jpg 


Die pommersche Adelige wurde im Jahre 1548 geboren und fand am 28. September 1620 den Tod. Sidonia war äußerst unbeliebt, denn ihre Neigung zum Klatsch und der Streit mit ihrer Familie über das Erbe ihres Vaters schädigten den Ruf der unverheirateten Adeligen.

Nachdem sie 1604 in das evangelische Jungfrauenstift Kloster Marienfließ eingetreten war, stritt Sidonia mit den anderen Damen des Klosters, besonders mit der Priorin. Nachdem sich Sidonia beschwert hatte, wurde eine Untersuchung eingeleitet, an dessen Spitze ein Verwandter Sidonias stand (Jost von Brocke). Allerdings führte diese Untersuchung zu einen Ende, dass die Adelige sicher nicht bei ihrer Beschwerde im Sinne hatte, denn einige Klosterfrauen bezichtigten Sidonia der Hexerei.

Aufgrund dieser Anschuldigungen wurde Sidonia am 21. November 1619 festgenommen.  Das Hofgericht Stettin untersuchte den Fall weiter und lies anschließend die Akten an den Magdeburger Schöffenstuhl schickte. Der Schöffenstuhl beschloss, dass Sidonia unter Folter befragt werden sollte, worauf hin sie ihre Schuld gestand. Natürlich sind Geständnisse unter Folter äußerst fragwürdig, aber damals völlig ausreichend, so dass sie am 1. September 1620 zu Tode verurteilt wurde.

Am 28. September desselben Jahres wurde Sidonia von Brocke mit einen Schwert enthauptet und anschließend auf den Scheiterhaufen verbrannt.

Weiteres zu ihr:

Montag, 15. Oktober 2012

Olympe de Gouges - Tod für die Emanzipation


Marie Gouze, besser bekannt als Olympe de Gouges, wurde am 7. Mai 1748 geboren und verlor ihr Leben in den Wirren der französischen Revolution. 

Die Schriftzstellerin verfasste die "Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin" und versuchte, die Rechte der Frauen, die die männlichen Revolutionäre nicht berücksichtigten. Sie forderte die Gleichberechtigung der Frau, nicht nur des dritten Standes. 

Unter dem Vorwand, sie sei Royalistin, wurde Marie 1793 unter Robespierres´ Terrorherrschaft verhaftet und verweilte einige Monate in zahlreichen Gefängnissen. Angeklagt wurde sie von Antoine Fouqier-Tinville, der sie als politisch Andersdenkende vor den Revolutionstribunal anklagte.
 Am 3. November desselben Jahres schritt Marie zum Schafott.

Mehr zu ihr:

 

Freitag, 17. August 2012

Guillotine - Royal geprüftes Fallbeil



Die Guillotine dürfte eine der bekanntesten Hinrichtungsmethothen sein. Sie wurde von dem französischen Arzt Joseph- Ignace Guillotin entwickelt, der ihr auf den Namen hab. Während der französischen Revolution beendete sie sehr viele Menschenleben.

Die Guillotine umfasst eine Art hölzener Liege und ein so zu sagen langer Rechteckiger Holzrahmen, der ca. drei Meter hoch war. Die Längsbalken des Rahmens waren mit Führungsschienen versehen, damit das zwischen ihnen hängende Fallbeil gezielt nach unten "gleiten" kann. Die nach unten zeigende Klinge ist quer gesetzt.

Die Liege, Bascule genannt, ist mit einen Mechanismus versehen, der sie in senkrechte Position gestellt werden kann, damit das Opfer der Guillotine stehend und mit den Bauch auf der Liege fest geschnallt wird. Am Ende der Bascule mit dem Rahmen befindet sich zwischen diesen noch zwei Bretter mit halbrunden Öffnungen, die zusammen gefügt ein Loch ergeben, wo der Hals des Opfers fixiert wird. Diese Bretter werden Lünetten genannt. Die obere Lünette wird aufgeklappt um den Kopf durchstecken zu können.

Vorerst muss die Bascule erst in waagerichtige Position gebracht werden um überhaupt seinen Kopf zwischen den Lünetten fixiert werden kann.

Das Fallbeil konnte nun mit einem Seil, welches sich entlang der Rahmen von der Klinge durch Rollen nach unten geführt, wo der Henker das Fallbeil durch lösen der Sperre die Guillotine betätigte. Meist stand vor ihr ein Korb, der den Kopf des Opfers auffing.

Ob die Guillotine wirklich eine so humane Hinrichtungsmethode ist, wie sie propagiert wird, bleibt zweifelhaft. Allerdings dürfte sie schneller gearbeitet haben als manch Henker mit der Axt, die nicht nur Probleme hat, den menschlichen Hals auf "Anhieb" zu durchtrennen, so waren die Henker auch nicht immer treffsicher, so dass manchmal die Schultern und der Rücken des Opfers getroffen wurde.

Markabere Anekdote: König Ludwig XVI. begutachtete die Guillotine und gab den Erfindern den Rat mit der schrägen Klinge. Schließlich wurde er Jahre später eine seiner bekanntesten Opfer.


Mehr dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Guillotine
 http://www.welt.de/kultur/article3016219/Die-Guillotine-ein-Fortschritt-fuer-die-Menschheit.html
 http://www.todesstrafe.de/artikel/12/Die_Guillotine,_Fallbeil,_Enthauptungsmaschine.html
 http://www.physiologus.de/guillot.htm